Ganz traditionell mit guten Wünschen in Reimform und glückbringenden Glasscherben wurde am Dienstag vor einem Publikum bestehend aus Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers, am Bau Beteiligten und politischen Vertretern der Rohbau mit einem Richtfest gefeiert.

Oberbürgermeister Harry Mergel, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtsiedlung Heilbronn, betonte die Bedeutung des Gebäudes für das soziale Miteinander: Das Quartiershaus sei ein zentraler Baustein für eine lebendige Nachbarschaft. Eine wichtige Rolle wird dabei das städtische Quartiersmanagement spielen, das im Erdgeschoss ein sportliches, kulturelles und soziales Angebot für die Bewohnerschaft bereitstellen wird.
Auch Stadtsiedlungs-Geschäftsführer Dominik Buchta unterstrich die Bedeutung des Projekts — über das einzelne Gebäude hinaus: „Das Quartiershaus steht exemplarisch für das, was wir im Hochgelegen insgesamt erreichen wollten: ein zukunftsorientiertes Quartier, das konsequent auf die Bedürfnisse seiner Bewohnerinnen und Bewohner ausgerichtet ist“.

Von Beginn an wurde das Quartier Hochgelegen ganzheitlich geplant. Neben Stadt, Architekten und Fachplanern waren auch soziale Träger sowie Bürgerinnen und Bürger im Rahmen eines Beteiligungsprozesses eingebunden. „Heute sehen wir, wie aus diesen gemeinsamen Überlegungen Schritt für Schritt Realität geworden ist“, so Buchta.

Vor rund sechs Jahren begann die Umsetzung des Großprojekts. Insgesamt entstehen 520 Wohneinheiten, von denen 55 Prozent über das Landeswohnraumförderprogramm gefördert werden. Das Quartier erstreckt sich über eine Fläche von rund 50.000 Quadratmetern – etwa ein Drittel davon sind öffentliche Freiflächen. Hier lag ein besonderes Augenmerk auf klimaangepasster Bepflanzung. Entsprechend resiliente Sträucher und Bäume – darunter 350 im eigens angelegten Klimawald – prägen das Quartier.

Ergänzt wird dies durch ein verkehrsberuhigtes Konzept, das ein so naturnahes Wohnen in der Stadt an dieser Stelle erst ermöglicht. Eine große Garage unter der das Quartier umschließenden Riegelbebauung reduziert den oberirdischen Verkehr. Fahrradgaragen und Mobility Hubs bieten Platz für mehr als 1.000 Fahrräder. Zudem stehen E‑Lastenräder zur gemeinschaftlichen Nutzung bereit.

Auch im Bauprozess wurde auf Nachhaltigkeit und Effizienz geachtet: Die Gebäude der Mantelbebauung entstanden überwiegend in serieller Holzhybrid- und teilweise Holzmodulbauweise. Standardisierte Grundrisse, wiederkehrende Geschosse sowie ein hoher Vorfertigungsgrad – insbesondere bei Fassaden und Bädern – sorgten für wirtschaftliche und ressourcenschonende Abläufe.

Das Quartiershaus im Überblick

Das fünf- bis siebengeschossige Gebäude am Manfred-Weinmann-Ring 11–13 soll bis zum ersten Quartal 2027 fertiggestellt werden. Es umfasst mehr als 50 Wohnungen, von denen rund 70 Prozent gefördert sind. Neben den Flächen für das Quartierszentrum entstehen Räume für eine Kindergroßtagespflege sowie zwei Wohngruppen sozialer Träger. Der neu gestaltete Vorplatz wird künftig als zentraler Treffpunkt im Quartier dienen.

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Beide Ansätze sind Teil der langfristigen Ausrichtung der Stadtsiedlung. Mit seiner Strategie 2030 verfolgt das Unternehmen das Ziel, den eigenen Bestand bedarfsgerecht weiterzuentwickeln und zusätzlichen Wohnraum zu schaffen – insbesondere für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen.

Serielles Bauen schafft schnell neuen Wohnraum

Ein wichtiger Baustein dabei ist das serielle Bauen in nachhaltiger Holzbauweise. Dafür hat die Stadtsiedlung ein modulares Wohnkonzept entwickelt: kompakte sogenannte „Stadtbausteine“, die sich besonders für die Nachverdichtung bestehender Quartiere eignen. Die Wohnmodule werden industriell vorgefertigt und anschließend auf der Baustelle montiert. Dadurch lassen sich Bauzeiten deutlich verkürzen und Kosten reduzieren.

„Die modulare serielle Bauweise ist für uns eine überzeugende Antwort auf die Frage, wie wir im Neubau schnell bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit mittleren und kleinen Einkommen bereitstellen können“, sagt Geschäftsführer Dominik Buchta.

Im ersten Schritt plant die Stadtsiedlung sieben dieser modularen Gebäude mit insgesamt 42 Wohnungen an drei Standorten in Heilbronn. Die Wohnungen werden vollständig im geförderten Wohnungsbau realisiert und stehen damit Menschen mit Wohnberechtigungsschein zur Verfügung. Baustart der ersten drei Würfelgebäude an der Sontheimer Straße war im Februar dieses Jahres.

Erste serielle Sanierung im Bestand

Parallel zum modularen Neubau setzt das Unternehmen auch bei der Modernisierung seines Bestands auf serielle Verfahren. Im Unteren Industriegebiet in der Christophstraße sollen sechs Gebäude mit insgesamt 36 Wohnungen erstmals seriell energetisch saniert werden. Die Gebäude gehören der Kategorie „worst perfoming buildings“ (WPB) an und stehen damit im energetischen Sanierungsfahrplan an erster Stelle.

„Mit der seriellen Sanierung in der Christophstraße gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung klimaneutraler Gebäudebestand und sammeln gleichzeitig wichtige Erfahrungen für zukünftige Modernisierungsprojekte“, erklärt Dominik Buchta.

Geplant sind unter anderem vorgefertigte Fassadenelemente mit Dämmung und neuen Fenstern, Balkone, dezentrale Lüftungssysteme, eine Wärmepumpe sowie Photovoltaikanlagen mit Mieterstromangebot. Nach Abschluss der Arbeiten sollen die Gebäude die Energieeffizienzklasse A+ sowie den Standard Effizienzhaus 55 EE erreichen. Der Energiebedarf für die Wärmeversorgung kann dadurch voraussichtlich um bis zu 90 Prozent reduziert werden. Die Maßnahme soll im zweiten Quartal des Jahres starten.

Ein Vorteil des Verfahrens ist, dass viele Arbeiten von außen erfolgen und die Bauzeit vor Ort kurz bleibt. Dadurch können die Mieterinnen und Mieter während der Modernisierung in ihren Wohnungen bleiben.

Öffentliche Förderung der Sanierungsmaßnahme

Für die Maßnahme werden Landesmittel aus dem Wohnraumförderprogramm sowie Fördermittel der KfW in Anspruch genommen. Insgesamt können damit bis zu 70 Prozent der Investitionskosten gefördert werden.

Mit dem Einsatz serieller Bauweisen zeigt die Stadtsiedlung, wie Unternehmen unter anspruchsvollen wirtschaftlichen Bedingungen gleichzeitig neuen Wohnraum schaffen, den Bestand modernisieren und ihre Klimaziele voranbringen können.

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Baustart in Sontheim

Zwischen Sontheimer Straße und Kaulbachweg haben in dieser Woche die vorbereitenden Erdarbeiten begonnen. Auf dem Wiesengrundstück entlang der Sontheimer Straße werden zunächst Garagen versetzt, um Platz für drei der neuen Gebäude zu schaffen.
Im April folgt die Fundamentlegung. Im Mai werden die Würfel – Kante an Kante, ähnlich wie Reihenhäuser – parallel zur Sontheimer Straße errichtet. Der Rohbau wird dank serieller Bauweise nur wenige Wochen in Anspruch nehmen. Denn die einzelnen Module werden witterungsunabhängig im Werk der Schweizer Firma Nokera bei Magdeburg vorgefertigt, montagefertig per Lkw nach Heilbronn geliefert und dann vor Ort zusammengesetzt. Es folgen die Erschließung, die Gestaltung der Außenanlagen sowie Restarbeiten im Innenausbau. Die Fertigstellung in Sontheim ist für Dez 2026 geplant.

Schnell, wirtschaftlich, förderfähig

Im Rahmen des sogenannten „Bau-Turbo“ können planungsrechtliche Erleichterungen genutzt werden, wenn sich Art und Maß der baulichen Nutzung an der umgebenden Bebauung orientiert. So erhält der Wohnungsbau Priorität und Bebauungsplanverfahren sind in der Regel nicht erforderlich. Die industrielle Vorfertigung im Werk senkt zudem die Baukosten und verkürzt die Bauzeit deutlich.

„Die modulare serielle Bauweise ist für uns eine überzeugende Antwort auf die Frage, wie wir im Neubau schnell dringend benötigten Wohnraum für Menschen mit mittleren und kleinen Einkommen bereitstellen können“, erklärt der Geschäftsführer der Stadtsiedlung, Dominik Buchta. Die Wohnungen werden zu 100 Prozent gefördert realisiert und stehen damit Menschen mit Wohnberechtigungsschein zur Verfügung.

Fünf Würfel an drei Standorten

Im ersten Schritt plant die Stadtsiedlung fünf Stadtbausteine mit 30 Wohnungen an drei Standorten. Neben dem Quartier in Sontheim sind auch Nachverdichtungen im Unteren Industriegebiet in der Christophstraße sowie in Neckargartach in der Sachsenäckerstraße geplant.

Bei der Standortauswahl wird darauf geachtet, die bestehende Quartiersstruktur sensibel zu ergänzen. Durch ihre kompakte Form und die flexible Kombinierbarkeit fügen sich die Würfel sowohl einzeln als auch im Ensemble gut in gewachsene Wohngebiete ein.

Zwei weitere Standorte werden derzeit geprüft. Insgesamt sollen bis 2030 durch das modulare Konzept 90 Wohneinheiten entstehen.

Kompakt, energieeffizient, funktional

Ein Stadtbaustein misst zwölf mal zwölf Meter, ist rund neun Meter hoch und verfügt über ein Flachdach sowie eine Holzfassade. Pro Gebäude entstehen je fünf Zwei-Zimmer-Wohnungen mit jeweils 52 Quadratmetern sowie ein Ein-Zimmer-Apartment mit 36 Quadratmetern.

Zur Kostensenkung wird auf Keller, Tiefgarage und Aufzug verzichtet. Die Neubauten erfüllen den Energieeffizienzstandard KfW 40 und werden mit Photovoltaikanlagen auf den Flachdächern ausgestattet.

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Der Neubau verschafft der Grundschule Alt-Böckingen dringend benötigte Räume, um den Anforderungen einer Ganztagsschule gerecht zu werden und sich zu einer vierzügigen Schule weiterentwickeln zu können. So sind in dem Neubau moderne, funktionale Lern- und Aufenthaltsbereiche, einschließlich einer Schulmensa, vorgesehen. Der Außenbereich wird üppig bepflanzt und mit verschiedenen Spielangeboten ausgestattet. Der Einzug ist für 2027 geplant.

Oberbürgermeister Harry Mergel betonte in seiner Rede den hohen Stellenwert, den die Schulentwicklung für den Gemeinderat und die Stadtverwaltung habe. Das zeige auch die Tatsache, dass die Stadt neben dem Schulbau für die Grundschule Alt-Böckingen parallel ein neues Gebäude für die Neckartalschule baue und die Planungen für die neue Innenstadt-Grundschule vorantreibe. „So viele Schulprojekte und ein solches Finanzvolumen auf einmal — das muss uns erst einmal eine Stadt unserer Größe nachmachen. Auf diese Umsetzungsstärke dürfen wir zu Recht stolz sein.“

Stärkung und Belebung für den Stadtteil 

 

Gleichzeitig soll mit dem Projekt die Nahversorgung im Stadtteil Alt-Böckingen nachhaltig verbessert und der bestehende Lebensmittelmarkt durch neue Verkaufsflächen ersetzt werden. Dabei nutzt der kombinierte Baukörper mit dem innovativen Ansatz „Oben Grundschule, unten Einkaufsmarkt“ das zentral gelegene Grundstück optimal aus.

Dominik Buchta, Geschäftsführer der Stadtsiedlung Heilbronn, hob in seiner Rede die Bedeutung des Projekts für den alten Böckinger Ortskern hervor. „Hier wachsen wichtige Bausteine zusammen. Es entsteht ein Ort, der den Stadtteil noch mal ein Stück weiter stärkt und belebt“, so Buchta. Er dankte der Stadtverwaltung und den Fachabteilungen für die gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit und bezeichnete die Baumaßnahme als „ein echtes Gemeinschaftswerk“.

Für das Bauvorhaben sind Gesamtkosten von rund 21 Millionen Euro veranschlagt. Davon trägt die Stadt rund 14,7 Millionen Euro für den Schulneubau und die Stadtsiedlung rund sechs Millionen Euro für den Bau des Marktes.

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Der Deutsche Architekturpreis gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen für Baukultur und wird gemeinsam vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) sowie der Bundesarchitektenkammer ausgelobt. Die feierliche Preisverleihung fand am Donnerstag-abend, 18. September in Berlin statt.

„Die Finalteilnahme am Deutschen Architekturpreis ist für uns eine große Ehre und ein bedeutendes Signal für innovative und nachhaltige Architektur in Heilbronn“, betont Dominik Buchta, Geschäftsführer der Stadtsiedlung Heilbronn. „Unser Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere WAECHTER + WAECHTER Architekten, die dieses außergewöhnliche Gebäude entworfen und mit uns realisiert haben.“

„Wir freuen uns über die Auszeichnung und die Würdigung, ressourcenschonendes und kreislauf-gerechtes Bauen nicht nur vorbildlich umzusetzen, sondern aus der Logik des Holzbaus und der Fügung des Materials eine eigenständige Gestalt abzuleiten“, erklärt Prof. Felix Waechter.

Die Innovationsfabrik Heilbronn bietet flexible Arbeits- und Entwicklungsräume für zukunfts-weisende Unternehmen und Start-ups. Der 30 x 30 Meter große Holz-Kubus beeindruckt mit einer fachwerkartigen Tragkonstruktion „unter Glas“ vor allem durch seine transparente Architektur. Rund 1.500 Kubikmeter Holz prägen das Bauwerk, lediglich Untergeschoss und Treppenhäuser bestehen aus Beton. Die anspruchsvolle Holzkonstruktion entstand unter Federführung der Schweizer Blumer-Lehmann AG, Generalunternehmer war die Implenia Hochbau GmbH.

Mit seiner ressourcenschonenden Bauweise, einer angenehmen Raumakustik und einer markanten Ästhetik hat das Gebäude bereits mehrere Fachjurys überzeugt – zuletzt mit der Nominierung für den renommierten DAM Preis 2026 und der Aufnahme in die „Shortlist“. Die Innovationsfabrik stand außerdem in der engeren Auswahl für den Deutschen Holzbaupreis 2025 und ist mit dem Siegel „best architects 25“ ausgezeichnet worden.

Über die Stadtsiedlung Heilbronn 

 

Die Stadtsiedlung Heilbronn GmbH, gegründet 1856 vom Unternehmer Adolph von Rauch, ist das älteste kommunale Wohnungsbauunternehmen Deutschlands. Heute begleitet die Stadtsiedlung die dynamische Entwicklung Heilbronns mit innovativen Wohn- und Gewerbekonzepten. Sie bewirtschaftet rund 4.300 Mietwohnungen und ist damit der größte Vermieter von Wohnraum – auch im Bereich des geförderten Wohnens. Mit einem klar formulierten sozialen Auftrag in der Stadtgesellschaft steht im Zentrum ihres Handelns die Schaffung lebendiger Gemeinschaften. Durch seine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie leistet das Unternehmen einen aktiven Beitrag zu einer zukunftsfähigen, klimagerechten Stadtentwicklung. Darüber hinaus stärkt die Stadtsiedlung durch ihr Engagement im Bereich Business Development die lokale Wirtschaftskraft und unterstützt aktiv die Start-up-Kultur Heilbronns.

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Klettern, Balancieren, Schaukeln, Rutschen, Matschen und Sandspiel: Auf einer Fläche von rund 3.150 Quadratmetern können Kinder im Hochgelegen nun nach Herzenslust spielen. Große und kleine Klettergeräte, eine Nestschaukel, eine Rutsche und vieles mehr richten sich vor allem an Kinder zwischen 0 und 12 Jahren. Mit Bänken, Sitzmauern und einem Holzdeck ist die grüne Mitte aber viel mehr als ein Spielplatz. Sie ist ein Ort zum Austausch und Verweilen für alle Altersgruppen – das Herzstück des Quartiers.
„Wir sind sehr zufrieden, wie einladend und gestalterisch ansprechend der Platz in der Mitte des Quartiers gelungen ist“, beschreibt Dominik Buchta, Geschäftsführer der Stadtsiedlung Heilbronn, die das Quartier entwickelt hat, und erläutert die Bedeutung öffentlicher Plätze innerhalb eines Wohngebiets: „Dieses ansprechende Zentrum ist ein wichtiger Schritt, damit eine noch engere Gemeinschaft im Quartier entstehen kann.“

Eine stimmige und ansprechende Gestaltung liegt in ihrem Gesamtkonzept. Die Außenanlagen sind an die Topografie und die geschwungen-organische Gestaltung der Wohnhäuser angelehnt. So überträgt sich die Höhenstaffelung der umliegenden Gebäude, die das Gewann Nonnenbuckel mitbringt, bis in die Anordnung der einzelnen Spielgeräte. „Auch hier arbeiten wir gestalterisch mit Hoch- und Tiefpunkten“, erklärt der verantwortliche Landschaftsarchitekt Fabian Becker von bäuerle landschaftsarchitektur + stadtplanung aus Stuttgart.
Während die organisch abgerundeten Wohnhäuser von Staudenpflanzen eingefasst sind, wird die grüne Mitte durch eine Vielzahl klimaangepasster Baumarten strukturiert, die dem Raum auch in Zukunft durch Schattierung und Kühlung eine attraktive Atmosphäre verleihen werden. Damit ist das grüne Stadtquartier bestens auf die aktuellen und sich weiterhin verändernden klimatischen Bedingungen ausgerichtet.

Klimawald

 

Ein zentraler Baustein in diesem Zusammenhang ist auch der nun fertig angepflanzte Klimawald im Südosten des Quartiers, Richtung Saarlandstraße und Römerstraße orientiert. Hier wurden im Frühjahr auf einer 11.500 Quadratmeter großen Fläche etwa 350 Gehölze aus am wechselnden Klima angepassten Bäumen und Sträuchern, die nun die anwachsen und sich entwickeln, damit der Klimawald seinem Namen auch gerecht wird.

Wohnhaus mit Quartierszentrum

 

Der nächste größere Meilenstein für das neue Stadtquartier ist der Baustart eines fünf bzw. siebengeschossigen Gebäudes im nördlichen Areal ab Oktober dieses Jahres. Bis 2027 entstehen hier mehr als 50 Wohnungen sowie Räumlichkeiten für kulturelle und soziale Angebote des Quartiersmanagements. Ein gestalteter Platz vor dem Gebäude wird ein weiterer attraktiver Treffpunkt werden.

Mit jedem Bauzaun, der verschwindet, entsteht im Hochgelegen immer deutlicher sichtbar ein Stadtquartier, das nicht nur viel Lebensqualität bietet, sondern auch zukunftsorientiert entwickelt wurde. Vor rund sechs Jahren begann die Planung, in die auch Ergebnisse eines Bürgerbeteiligungsprozesses eingeflossen waren. Insgesamt werden im Hochgelegen mit allen dort ansässigen Einrichtungen einmal 750 Wohnungen Lebensraum für bis zu 1.200 Menschen bieten.

Über die Stadtsiedlung Heilbronn 

 

Die Stadtsiedlung Heilbronn GmbH, gegründet 1856 vom Unternehmer Adolph von Rauch, ist das älteste kommunale Wohnungsbauunternehmen Deutschlands. Heute begleitet die Stadtsiedlung die dynamische Entwicklung Heilbronns mit innovativen Wohn- und Gewerbekonzepten. Sie bewirtschaftet rund 4.300 Mietwohnungen und ist damit der größte Vermieter von Wohnraum – auch im Bereich des geförderten Wohnens. Mit einem klar formulierten sozialen Auftrag in der Stadtgesellschaft steht im Zentrum ihres Handelns die Schaffung lebendiger Gemeinschaften. Durch seine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie leistet das Unternehmen einen aktiven Beitrag zu einer zukunftsfähigen, klimagerechten Stadtentwicklung. Darüber hinaus stärkt die Stadtsiedlung durch ihr Engagement im Bereich Business Development die lokale Wirtschaftskraft und unterstützt aktiv die Start-up-Kultur Heilbronns.

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„Mit dem positiven Jahresabschluss bleibt die Stadtsiedlung Heilbronn trotz der schwierigen Rahmenbedingungen für die Baubranche auf gutem Kurs“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtsiedlung und Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel. „Davon profitiert auch die Stadt Heilbronn, für die das erfolgreiche Agieren ihres Tochterunternehmens von höchstem Interesse ist, um den Herausforderungen der dynamisch wachsenden Stadt gerecht zu werden.“

Mit neuen Konzepten durchstarten

 

„Das gute Ergebnis im Jahr 2024 hilft uns nun sehr dabei, unserem Kernauftrag, der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, weiterhin gut und in erforderlichem Maß gerecht werden zu können“, erklärt der Geschäftsführer Dominik Buchta. Da die Bedingungen für den Neubau auch in den kommenden zwei Jahren herausfordernd sein werden, kostet dies künftig noch mehr Anstrengungen. Dankbar ist Buchta deshalb auch für die bewilligte Eigenkapitalausstattung durch den Gesellschafter. „Wir haben verstanden, dass wir umdenken und uns anpassen müssen. Nach einer kurzen Konsolidierungsphase wollen wir schnell wieder voll durchstarten — mit Konzepten, die in diese Zeit passen“, so der Geschäftsführer und meint damit unter anderem das im März 2025 vorgestellte Aktionsprogramm „serielles Bauen“. Mit einem so genannten Stadtbaustein, einem modular seriell gefertigten Würfel, möchte das Unternehmen zunächst in der Nachverdichtung auf eigenen Flächen schnell, effizient, kostengünstig und nachhaltig Wohnraum schaffen. Mit diesem Modul werden im ersten Schritt 90 geförderte Wohnungen entstehen. Die ersten fünf dieser Stadtbaustein-Häuser mit insgesamt 30 Wohnungen sollen bereits bis Mitte 2026 realisiert werden.

Heilbronn wächst – deshalb spielt seit etwa zehn Jahren der Neubau eine immer bedeutendere Rolle in der Strategie der Stadtsiedlung. So konnte die städtische Gesellschaft in den vergangenen sechs Jahren ihren Bestand um rund 17 Prozent auf 4.328 Wohnungen erweitern. Und auch in den kommenden fünf Jahren wird der geförderte Wohnungsneubau im Mittelpunkt stehen.

Meilensteine 2024

 

Kerngeschäft sind die kontinuierlichen Investitionen in die nachhaltige Sanierung des Bestands, der stetige Kontakt zu Mieterinnen und Mietern und das Bemühen darum, weiteren bezahlbaren Wohnraum in Heilbronn zu schaffen. Trotz hoher Bauzinsen und Baukosten konnten der Großteil der bis 2025 geplanten Wohneinheiten realisiert werden. Ein Meilenstein im Erfolgsjahr war hier die Fertigstellung von weiteren 109 Wohnungen im neuen Stadtquartier Hochgelegen. Aber auch der Start des Betriebs der neuen Innovationsfabrik im Zukunftspark Wohlgelegen und die Übergabe eines der dortigen Gebäude an die Gesellschaft des IPAI (Innovation Park Artificial Intelligence) markieren wichtige Etappenziele.

Über die Stadtsiedlung Heilbronn GmbH 

 

In langer Tradition steht die Stadtsiedlung als Heilbronner Wohnungsbauunternehmen für soziales Engagement und sieht sich in der Verantwortung, bezahlbaren Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten zu schaffen. 1856 vom Heilbronner Unternehmer Adolph von Rauch für den Bau von Arbeiterwohnungen gegründet, steht das kommunale Wohnungsbauunternehmen fast 170 Jahre später noch immer für den geförderten Wohnungsbau. Als Dienstleister beispielsweise bei Infrastrukturprojekten, Bildung oder im Bereich Business Development rund um den Zukunftspark Wohlgelegen begleitet und gestaltet die städtische Tochter die Entwicklung Heilbronns inzwischen jedoch auf vielfältigere Weise. Durch seine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie leistet das Unternehmen auch einen aktiven Beitrag zu einer zukunftsfähigen, klimagerechten Stadtentwicklung.

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„Wir brauchen günstigen Wohnraum in unseren Städten. Die Stadtsiedlung und die SWSG zeigen mit ihrem innovativen Lösungsansatz, wie sich Bezahlbarkeit, Nachhaltigkeit und architektonischer Anspruch auch zu den aktuell herausfordernden Rahmenbedingungen umsetzen lassen“, sagt Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel. Das Konzept bietet quasi „Wohnen von der Stange“, sieht aber nicht so aus und fühlt sich für die Bewohnerinnen und Bewohner auch nicht so an. Das ist dem Geschäftsführer der Stadtsiedlung Heilbronn, Dominik Buchta, und dem Vorsitzenden SWSG-Geschäftsführer Samir M. Sidgi wichtig klarzustellen. Im Gegenteil, mit dem modularen Baukastensystem bestehen ansprechende Gestaltungsmöglichkeiten. Holzfassaden, Putz, Klinker — je nach Ort und Einsatz werden die Wohngebäude ihr individuelles Erscheinungsbild haben. Und dennoch wird im Kern das immergleiche Modul verbaut.

Die Vorteile der Vervielfältigung

Der „Wow-Effekt“ des Holzbaus am Neckar ist es, der bei den rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Eröffnung der Innovationsfabrik (IFH) in Heilbronn das wiederkehrende Moment ist. Und das verwundert nicht, denn wer das offene Atrium betritt, den Blick nach oben richtet, das Holz riecht und die Symmetrie der Konstruktion auf sich wirken lässt, kann sich seiner Ausstrahlung nicht entziehen.

Die besondere Arbeitsatmosphäre und die Vernetzungsmöglichkeiten, zu denen die offene Konstruktion geradezu einlädt, davon schwärmen auch die seit Mai 2024 in der IFH arbeitenden Unternehmerinnen und Unternehmer. Ein Film stellt sechs junge Gründerinnen und Gründer vor und zeigt dem Publikum, dass die lichtdurchfluteten Räumlichkeiten bereits erfolgreich Sinne und Geist ihrer Mieterinnen und Mieter beflügeln.

Einen „Brutkasten für junge Unternehmerinnen und Unternehmer“ nennt OberbürgermeisterHarry Mergel die Innovationsfabrik in seiner Rede. Gemeinsam mit den zahlreichen Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft sowie den Mieterinnen und Mietern der IFH blickt der Oberbürgermeister auf die 25-jährige Geschichte der Einrichtung. In der früheren Maschinenfabrik Weipert, wo heute die Programmierschule 42 ihren Sitz hat, fand 1999 die feierliche Eröffnung des ersten Technologie- und Gründerzentrums statt. Was sich seither in Heilbronn in diesem Umfeld alles entwickelt hat, sei damals unvorstellbar gewesen, erinnert Mergel an die Zeit zurück.

Auch der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister des Landes, Thomas Strobl, geht in seinem Grußwort auf die Historie der Heilbronner Gründungskultur ein und nennt die neue Innovationsfabrik in diesem Zusammenhang ein sichtbares Zeichen der Erfolgsgeschichte der StartupCity: „Startups, Gründerinnen und Gründer, die Heilbronner Kreativwirtschaft und Unternehmen bekommen viel Raum für Ideen und Innovationen und können damit die Zukunft gestalten. Das alles kommt Heilbronn, der Region, ja ganz Baden-Württemberg zu Gute. Und vor allem: den Menschen, den Bürgerinnen und Bürgern, die hier leben, arbeiten, studieren – sie profitieren am meisten davon! Denn Innovation ist der Schlüssel für den Wohlstand unseres Landes, auch in der Zukunft. Ich bin wirklich ausgesprochen angetan und begeistert von der Innovationsfabrik 2.0!“, so Thomas Strobl.

Dominik Buchta ist sich sicher, dass die IFH eine Antwort auf die Bedarfe junger Gründerinnen und Gründer aus ganz unterschiedlichen Branchen bietet und mit ihr die Weichen für die Zukunft gestellt sind: „Die nächste Unternehmergeneration – Gen Z – arbeitet anders: digital, vernetzt, nachhaltig und in Zyklen von Monaten statt Dekaden. Geschäftsmodelle ändern sich drastisch: Wenn wir diesen Teams keinen flexiblen, fair kalkulierbaren Raum bieten, gehen sie dorthin, wo sie ihn bekommen“, erklärt der Geschäftsführer der Stadtsiedlung.

Dass ganz zu Beginn des Entwurfs der neuen Innovationsfabrik die Frage stand, was es braucht, damit Innovation entstehen kann, berichtet Professor Felix Waechter, der Architekt des beeindruckenden Gebäudes. „Herausgekommen ist dieser zentrale, mittige Raum, in dem wir heute feiern, 5 Geschosse hoch, um den alles drumherum organisiert ist. Ein melting pot, ein Schmelztiegel an dem ringförmig die Arbeitsplätze liegen. Statt dunkler Flure, helle, lichtdurchflutete Kommunikations- und Begegnungszonen rund um diese zentrale Halle, die die zufällige Begegnung, das Miteinander, den Austausch, fördern“, so der Inhaber von WAECHTER + WAECHTER Architekten BDA aus Darmstadt.

Zum Bauwerk

Ambitioniert, innovativ und mit hoher Transparenz realisiert beeindruckt der 30 x 30 Meter große Holz-Kubus der Innovationsfabrik mit einer fachwerkartigen Tragkonstruktion „unter Glas”. Rund 1.500 Kubikmeter Holz kamen zum Einsatz, lediglich das Untergeschoss und die beiden Treppenhäuser sind aus Beton. Die hohe Sichtbarkeit des nachhaltigen und ressourcenschonenden Baus setzt sich im Gebäudeinneren fort und sorgt zugleich für eine angenehmen Raumatmosphäre und hochwertige Akustik. Die anspruchsvolle Holzkonstruktion wurde von der Schweizer Blumer-Lehmann AG verantwortet, als Generalunternehmer fungierte die Implenia Hochbau GmbH.

Zu den Büros und Co-Working Spaces

Die neue Innovationsfabrik Heilbronn der Stadtsiedlung Heilbronn bietet agile Arbeitsplätze. Sie richtet sich an Startups, Kreative und innovative Corporates, die flexibel auf Markterfordernisse reagieren wollen. Das direkt am Neckaruferpark gelegene Holzhybridgebäude umfasst Coworking Arbeitsplätze, Büros ready-to-use und eine große Office Unit zu „All Inclusive Festpreisen“. Interessierte finden die Konditionen unter www.wohlgelegen.de.

Über die Stadtsiedlung Heilbronn GmbH 

Das städtische Wohnungsunternehmen, gegründet 1856 vom Unternehmer Adolph von Rauch, ist das älteste Wohnungsunternehmen in Deutschland. Mit 4.300 Mietwohnungen ist die Stadtsiedlung Heilbronn GmbH der größte Wohnraumvermieter Heilbronns, auch im Bereich des geförderten Wohnraums. Das Schaffen von Gemeinschaften sieht das Unternehmen hierbei als Antrieb und klaren gesellschaftlichen Auftrag. Nachhaltiges Handeln hat sich die Stadtsiedlung zentral in die Unternehmensstrategie geschrieben. Als verlässlicher Partner in der Stadtentwicklung begleitet das kommunale Wohnungsbauunternehmen die dynamische Entwicklung Heilbronns mit innovativen Wohn- und Gewerbekonzepten und fördert über den Bereich Business Development auch die Wirtschaftskraft und Start-Up-Kultur der Stadt.

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„Wir brauchen günstigen Wohnraum in unseren Städten. Die Stadtsiedlung und die SWSG zeigen mit ihrem innovativen Lösungsansatz, wie sich Bezahlbarkeit, Nachhaltigkeit und architektonischer Anspruch auch zu den aktuell herausfordernden Rahmenbedingungen umsetzen lassen“, sagt Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel. Das Konzept bietet quasi „Wohnen von der Stange“, sieht aber nicht so aus und fühlt sich für die Bewohnerinnen und Bewohner auch nicht so an. Das ist dem Geschäftsführer der Stadtsiedlung Heilbronn, Dominik Buchta, und dem Vorsitzenden SWSG-Geschäftsführer Samir M. Sidgi wichtig klarzustellen. Im Gegenteil, mit dem modularen Baukastensystem bestehen ansprechende Gestaltungsmöglichkeiten. Holzfassaden, Putz, Klinker — je nach Ort und Einsatz werden die Wohngebäude ihr individuelles Erscheinungsbild haben. Und dennoch wird im Kern das immergleiche Modul verbaut.

Die Vorteile der Vervielfältigung

Gute Erfahrungen was Wohnqualität und Gestaltung anbelangt haben beide Gesellschaften mit seriellem Bauen bereits gemacht. Die gemeinsame Ausschreibung eines Moduls, das städteübergreifend zum Einsatz kommt, bietet darüber hinaus vor allem Vorteile in der Effizienz und damit im Preis. „Als kommunales Wohnungsbauunternehmen haben wir immer den Bedarf und das Wohl unserer Mieterinnen und Mieter im Blick. Wir sind überzeugt, dass wir durch das modulare System — am besten im Verbund mit anderen Städten — bezahlbaren und bedürfnisgerechten Wohnraum zur Verfügung stellen können“, erklärt Dominik Buchta. „Ziel ist es, in kurzer Zeit, ohne langwierige Bebauungsplanverfahren, möglichst viele Wohnungen kostengünstig zu erstellen. Daher haben wir uns ganz bewusst dazu entschieden, den seriellen Wohnungsbau zu nutzen, denn gerade mit unserem entwickelten Nachverdichtungswürfel besteht großes Potential, den gleichen Kern an unterschiedlichen Stellen in der Stadt zu bauen und somit verfügbare Flächen optimal auszunutzen,“ fasst Samir M. Sidgi das Konzept zusammen.

Gemeinsam stark 

Menschen die auf günstige Mieten angewiesen sind, profitieren von der Einkaufsgemeinschaft zweier Städte genauso wie die Produzenten, die mit größeren Stückzahlen und verlässlichen Partnern insgesamt mehr Planungssicherheit haben. Samir M. Sidgi und Dominik Buchta hoffen, weitere Wohnungsbauunternehmen motivieren zu können, sich anzuschließen. „Je größer die Gemeinschaft, desto mehr Synergieeffekte“, so Buchta.

Erstplatzierter der Ausschreibung

Den Zuschlag für die gemeinsame Ausschreibung hat die NOKERA AG erhalten. Das seriell gefertigte Gebäude des Schweizer Unternehmens konnte beim Bewertungsgremium durch seine schlichte und gleichzeitig präzise Gestaltung, durch die nachhaltige Holzhybridbauweise und die effizienten Grundrisse überzeugen. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, die Fassadengestaltung kostenneutral an verschiedenen Standorte anzupassen. Sechs Wohnungen beherbergt ein Stadtbaustein mit einer Wohnfläche von je etwa 36 bis 52 Quadratmetern.

Realisierung des Stadtbausteins

In Heilbronn werden mit diesem Modul in den nächsten Jahren an bis zu fünf Standorten 90 geförderte Wohnungen entstehen. Fünf Objekte mit insgesamt 30 Wohnungen werden bis Anfang 2026 realisiert. In Stuttgart sollen in den kommenden Jahren an sieben Standorten über 200 Wohnungen geschaffen werden. Bereits in diesem Jahr werden dort binnen fünf Monaten fünf Objekte umgesetzt.

Über die Stadtsiedlung Heilbronn GmbH 

Das städtische Wohnungsunternehmen, gegründet 1856 vom Unternehmer Adolph von Rauch, ist das älteste Wohnungsunternehmen in Deutschland. Mit 4.300 Mietwohnungen ist die Stadtsiedlung Heilbronn GmbH der größte Wohnraumvermieter Heilbronns, auch im Bereich des geförderten Wohnraums. Das Schaffen von Gemeinschaften sieht das Unternehmen hierbei als Antrieb und klaren gesellschaftlichen Auftrag. Nachhaltiges Handeln hat sich die Stadtsiedlung zentral in die Unternehmensstrategie geschrieben. Als verlässlicher Partner in der Stadtentwicklung begleitet das kommunale Wohnungsbauunternehmen die dynamische Entwicklung Heilbronns mit innovativen Wohn- und Gewerbekonzepten und fördert über den Bereich Business Development auch die Wirtschaftskraft und Start-Up-Kultur der Stadt.

Über die SWSG 

Die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) zählt mit über 20.000 eigenen Mietwohnungen zu den großen kommunalen Wohnungsunternehmen in Deutschland. Erklärtes Ziel ist es, lebens- und preiswerten Wohnraum bereitzustellen und die Attraktivität Stuttgarts als Wohnstandort auszubauen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SWSG verfügen sowohl über reichhaltige Expertise in der Bestandsbewirtschaftung, als auch in der Realisierung von Modernisierungs- und Neubauprojekten sowie in den Bereichen der Quartiers- und Stadtentwicklung. Mit nachhaltigen Investitionen in den Wohnungsbestand verwirklicht die SWSG ihre Klimamission 2035.

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„Die Stadtsiedlung ist uns ein verlässlicher Partner in der Stadtentwicklung, vor allem bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum“, formuliert es Aufsichtsratsvorsitzender Harry Mergel. Der Oberbürgermeister schätzt die städtische Tochter „als Unternehmen, das Herausforderungen lösungsorientiert anpackt — für die Stadt und das Wohl ihrer Bürgerinnen und Bürger“.

Rund 4300 Wohnungen befinden sich inzwischen im Bestand der Stadtsiedlung. Im Bereich des sozialen Wohnens ist sie der größte Vermieter Heilbronns. Insgesamt wohnt knapp jeder zehnte Heilbronner in einer Wohnung der Stadtsiedlung.

Und die Zeichen stehen weiterhin auf Wachstum: Dass mehr Wohnraum benötigt wird, liegt aber längst nicht nur am Zuwachs der Stadtbevölkerung, sondern auch an der Singularisierung. So stieg der Bedarf an 1- und 2‑Zimmer-Wohnungen in den vergangenen Jahren erheblich. Studien belegen außerdem, dass vor allem kompakte Grundrisse im sozialen Wohnungsbau gefordert sind.

„Die für 2025 genehmigte Eigenkapitalausstattung von 13 Millionen Euro von der Stadt hilft uns, konkret zu planen“, beschreibt der Geschäftsführer der Stadtsiedlung, Dominik Buchta. Denn die Konditionen für den Bau günstiger Wohnungen sind derzeit herausfordernd. Hohe Zinsen und stark gestiegene Baukosten schlagen sich unweigerlich auf die späteren Mieten nieder. Um dennoch günstigen Wohnraum schaffen zu können, müsse man Wege finden, günstiger zu bauen, erklärt Buchta. Das serielle Bauen sieht er hierbei als wichtiges Werkzeug: „Als kommunales Wohnungsbauunternehmen haben wir immer den Bedarf und das Wohl unserer Mieterinnen und Mieter im Blick. Wir sind überzeugt, dass wir durch das modulare System bezahlbaren und bedürfnisgerechten Wohnraum zur Verfügung stellen können“.

Nachdem jahrelang der Fokus auf der Modernisierung und der Sanierung des Bestands lag, spielt seit etwa zehn Jahren auch der Neubau eine bedeutendere Rolle in der Strategie der Stadtsiedlung. So konnte die städtische Gesellschaft in den vergangenen sechs Jahren den Bestand um rund 17 Prozent auf 4.330 Wohnungen erweitern. Auch in den kommenden fünf Jahren wird der soziale Wohnungsneubau im Mittelpunkt stehen. Gemäß aktuellem Wirtschaftsplan rechnet das Unternehmen in diesem Zeitraum mit weiteren 240 fertiggestellten Wohnungen, wobei die Förderungsquote zwischen 50 und 100 Prozent liegen wird. Parallel versucht die städtische Tochter gemeinsam mit der Stadt weitere Flächen zu erschließen, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.

Wohnen bei der Stadtsiedlung

Dass die Mieterinnen und Mieter mit großer Mehrheit gerne bei der Stadtsiedlung wohnen, ergab eine 2023 durchgeführte Mieterbefragung (Beteiligung 30 Prozent). 96 Prozent würden demnach die Stadtsiedlung weiterempfehlen. Aber auch die durchschnittlich lange Dauer der Mietverträge (40 Prozent länger als 11 Jahre) und die geringe Fluktuation (rund 6 Prozent) zeigen, dass die Stadtsiedlung ihr Ziel, den Menschen ein Zuhause zu schaffen, in dem sie sich langfristig wohl fühlen, in den allermeisten Fällen erreicht.

Hierbei spielt natürlich auch die kontinuierliche Sanierung und nachhaltig energetische Modernisierung des Bestands eine wesentliche Rolle. Zwischen 8 und 10 Millionen Euro investiert die Stadtsiedlung jährlich. „Die Gebäude mit dem höchsten CO2-Ausstoß werden zuerst saniert“, erklärt Michael Schanz, Leiter des Bestandsmanagements. Der Anschluss der Gebäude an Fernwärme und der kontinuierliche Ausbau an Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern sei Standard. Hinter allen Maßnahmen stehe immer das Ziel, die Nebenkosten der Mieterinnen und Mieter, die Prozentual einen immer größeren Anteil an der Gesamtmiete einnehmen, möglichst gering zu halten. Durch die Automation und Digitalisierung von Haustechnik könnten langfristig Einsparungen erwirkt werden.

Der soziale Auftrag

Natürlich werde die vergleichsweise günstigen Nettokaltmietpreise, die im Durchschnitt bei 7,45 Euro und damit unter dem Heilbronner Mietspiegel liegen, von den Mieterinnen und Mietern geschätzt, weiß Geschäftsführer Dominik Buchta. Und dennoch. Mietrückstände und Mahnverfahren kommen vereinzelt vor. Hier hat die Stadtsiedlung mit anderen städtischen Partnern und sozialen Einrichtungen ein Netzwerk gegründet, das frühzeitig und mit vielfältigen Maßnahmen helfen kann, damit möglichst niemand seine Wohnung verliert. Als Vermieter mit einem sozialen Auftrag sieht die Stadtsiedlung sich auch in der Verantwortung aktiv die Gemeinschaft innerhalb der Quartiere zu fördern, beispielsweise durch das Veranstalten von Mieterfesten. Über ihr Sponsoringprogramm und über Spenden engagiert sie sich über die Aktionen in den Quartieren hinaus auch als Partner im kulturellen, sportlichen und sozialen Bereichen der Stadtgesellschaft.

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